Eine E-Mail kann man sich als Textdatei vorstellen. Neben den offensichtlichen Inhalten wie Sendezeitpunkt, Absender, Empfänger, Betreff und Inhalt, verfügt jede E-Mail über weitere sogenannte Header-Informationen. Diese teilen den in der Zustellung und Anzeige von E-Mails involvierten Systemen wichtige Details über die jeweilige E-Mail mit. Für den Empfänger sind diese Informationen meist nicht direkt sichtbar und auch nur sekundär von Relevanz.

Bei Marketing E-Mailings, zu welchen man sich abmelden kann (z.B. Newsletter oder Life-Cycle E-Mails) kann neben dem Abmeldelink (meist am Ende der E-Mails platziert) auch der List-Unsubscribe-Header (RFC 2369) eingefügt werden.

List-Unsubscribe: <mailto: email-address>, <unsubscribe URL>

Diese simple Information ermöglicht den empfangenden E-Mail-Programmen, einen immer gleichen Knopf an immer gleicher Stelle einzufügen. Durch Klick darauf kann sich der Nutzer einfach von zukünftigen E-Mailings dieser Art abmelden.

Es gibt keine Nachteile!

Diese Form bietet Absender und Empfänger folgende Vorteile:

  • bequeme Art (immer gleiche Position und Darstellung) sich von einem Verteiler abzumelden (Usability / Barrierefreiheit)
  • wirkt seriöser und führt damit zu einer höheren Zustellrate (Reichweite)
  • schafft mehr Vertrauen, sodass Nutzer eher zum „Abmelden“-Knopf als zum „Spam/Junk“-Knopf greifen (Reputation)

Sollten Sie in Ihrer E-Mail-Marketing Lösung die Möglichkeit haben einen List-Unsubscribe Header einzusetzen, sollte dies aufgrund fehlender Nachteile unbedingt getan werden.

Autor

Andy Reutimann ist Digital-Marketing Berater und bekannt für seine Expertise in den Bereichen E-Mail-Marketing, E-Mail Sicherheit sowie der praktischen Anwendung geltender Datenschutz-Rechte. Er ist im DACH-Raum tätig und regelmässig als Speaker und in Fachmagazinen zu finden. Weitere Informationen und Kontaktaufnahme: hier klicken.

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