E-Mail-Marketing ist nach wie vor ein sehr mächtiges Instrument im modernen Marketing-Mix. Personalisierung, zeitliche Steuerung, unschlagbare Messbarkeit, der Push-Vorteil und tiefe Kosten je Empfängerkontakt (CPC) sind nur ein paar der zahlreichen Vorteile. Viele Unternehmen setzen “E-Mail-Marketing” allerdings noch immer mit dem Versand eines Newsletters gleich.

Das Potenzial des E-Mail-Marketings ausschöpfen

Will man das volle Potenzial von E-Mail-Marketing nutzen und dieses ganzheitlich im Unternehmen verankern, gilt es, die vier E-Mailing Typen zielführend einzusetzen:

In jedem Fall entsteht ein wertvoller Kontaktpunkt mit dem Kunden – ein einheitliches Erscheinungsbild ist daher Basis für das professionelle Flair.

Newsletter-E-Mailings

Diese E-Mailings werden üblicherweise zu einem bestimmten (geplanten) Zeitpunkt an eine definierte Verteilerliste verschickt. Redaktionell aufbereitete Themen-E-Mailings ist das typische – aber nicht ausschliessliche – Beispiel hierfür. Newsletter können auch vollautomatisch generiert oder in Form von Serien präpariert werden.

Der Empfänger hat seine explizite Einwilligung zum Erhalt solcher E-Mailings gegeben und verfügt über die Möglichkeit, sich jederzeit wieder davon abzumelden.

Life-Cycle E-Mails

Diese Form von E-Mails werden immer automatisch ausgelöst, sobald der Kunde einen vorher definierten Knotenpunkt im “Kunden-Lebenszyklus” erreicht. Das können individuelle sogenannte “Trigger” (Geburtsdatum, Garantieablauf, eine offene Rechnung etc.) oder kollektive Knoten (Veranstaltungsdatum, saisonale Ereignisse, Verfügbarkeit eines Produkts etc.) sein. Bisweilen nennt man diese E-Mails gerne auch “Trigger E-Mails”.

Der Empfänger muss nicht zwangsläufig im Voraus seine Einwilligung erteilt haben. Meist kann man sich jedoch auf Wunsch vom Erhalt dieser E-Mails ausschliessen / abmelden.

Transaktions-E-Mails

Transaktions-E-Mailings werden durch in Systemen vollzogene Transaktionen (Bestellung, Registrierung, Artikel Erfassung etc.) ausgelöst. Sich davon auszuschliessen, ist in der Regel nicht möglich. Interessant sind Transaktions-E-Mails auch, da ihnen aufgrund ihrer Relevanz als Bestätigung eine sehr hohe Öffnungsrate quasi garantiert ist.

Der Empfänger gibt nie aktiv eine Einwilligung zum Erhalt transaktionaler E-Mailings und kann sich auch nicht vom Erhalt weiterer solcher E-Mails ausschliessen. Sollte ein personenbezogenes Tracking des Empfängers gemacht werden, ist dennoch eine vorgängige Einwilligung zwingend notwendig.

Persönliche E-Mails

Völlig klar, auch persönliche E-Mails existieren. Im Kontext von E-Mail-Marketing sind sie jedoch insbesondere in Bezug auf die E-Mail Signatur erwähnenswert. Immer mehr Firmen nutzen den Platz nach dem Inhalt der E-Mail um ein saisonales oder zeitlich beschränktes Angebot anzupreisen.

Fazit für Ihre E-Mail-Marketing-Strategie

Berücksichtigen Sie in Ihrer E-Mail-Marketing Strategie nicht nur den redaktionellen Newsletter. Nutzen Sie das enorme Potential der übrigen Typen und optimieren Sie jeden um die individuellen Stärken auszuschöpfen. Eine integrierte Betrachtung sämtlicher E-Mail-Kontaktpunkte schafft ein konsistentes Kunden- und Markenerlebnis.

Deshalb: Horchen Sie auf, wenn im Unternehmen von “Newsletter” gesprochen wird. E-Mail-Marketing hat es nicht verdient, nur darauf reduziert zu werden! Meine Artikelserie, welche jeden Typ im Detail vorstellt gibt Ihnen ausserdem einen guten Überblick und hilft die Thematik ganzheitlich betrachten zu können.

Zur Artikelserie:

Autor

Andy Reutimann ist Digital-Marketing Berater und bekannt für seine Expertise in den Bereichen E-Mail-Marketing, E-Mail Sicherheit sowie der praktischen Anwendung geltender Datenschutz-Rechte. Er ist im DACH-Raum tätig und regelmässig als Speaker und in Fachmagazinen zu finden. Weitere Informationen und Kontaktaufnahme: hier klicken.

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